Impulse Oktober 2014

Martina zum x-ten Mal (31.10.2014)

Martina-Sept-14wIhre Eltern haben mir wieder einen Brief von ihr gezeigt, der Postulantin der strengen Missionaries of Charity. Sie wünsche sich, dass wir uns wieder sehen, ich müsse mich unbedingt melden, wenn ich wieder in Rom bin. Das wird erst im September 2015 sein – ich freu mich schon jetzt, dann wieder diese strahlende junge Frau zu sehen, diesmal im weißen Habit. Unvergesslich, wie wir uns bei der Begegnung in Rom anlässlich der Treffpunkt-Benedikt-Romwallfahrt kurz von der Gruppe zurückgezogen und gegenseitig gesegnet haben. Vielleicht berührt mich der Weg von Martina so besonders, weil sie in aller Konsequenz das lebt, wonach ich mich sehne und von dem ich versuche, die Menschen zu begeistern, ohne selbst diese Hingabe zu verwirklichen.

So sind die einfachen, kurzen Worte von Martina für mich Richtschnur und Auftrag. In ihrem Oktober-Brief klingt das etwa so – und ich bitte, diese Worte nicht schnell vorbeiziehen zu lassen, sondern zusammen mit dem Foto auf sich wirken zu lassen, damit sie uns beschenken und verändern: „‘Der Herr ist mein Hirte, NICHTS WIRD MIR FEHLEN!‘ Das erlebe ich wirklich, täglich … nichts fehlt mir. Wer Gott hat, der hat alles! Gott allein genügt! J“

Impuls eines geistlichen Meisters von heute (28.10.2014)

Da ich in diesen Wochen nicht mehr recht weiß, was ich zuerst tun soll, und keine Muße für einen Impulse habe, schicke ich Euch einfach diese Zeilen von jenem bemerkenswerten Jesuiten, der mich als Student begleitet hat und dem ich unendlich viel verdiene:

Damit dein Leben gelingt, braucht es sinnvolle Inhalte, Werte, für die du leben möchtest, und eine entsprechende Lebensform. Lebensinhalte ohne entsprechende Lebensform verpuffen, und das Leben verliert sich im Vielerlei.

„Geh bis an deiner Sehnsucht Rand, gib mir Gewand …“, schreibt Rainer Maria Rilke. Umgekehrt: Eine Lebensform ohne lebendigen Inhalt ist kalt und erstarrt.

Entscheidend bleibt, ob du jeden Tag neu, dort wo du stehst, auf Gottes Werben eingehst, dich radikaler schenken lernst und dieser Hingabe konkrete Form und Ausdruck gibst.

Als Christ bist du gerufen zur Freundschaft mit Gott, der sich in Jesus Christus zeigt und schenkt, in Gemeinschaft deinen Glauben zu leben und im Dienst an den Menschen Zeugnis zu geben. Je mehr diese drei Dimensionen wachsen und eine konkrete Lebensgestaltung bekommen, desto entscheidender ist deine Nachfolge Jesu Christi.

  1. Josef Maureder SJ

Verkündigung für heute (23.10.2014)

Jetzt hatte ich noch einige Prüfungen für die Lehrveranstaltung, die ich im vorherigen Semester an der Uni Salzburg gehalten habe. Da lerne ich immer viel. Eine Studentin sagte: „Wie sollen junge Menschen heute z.B. in die Kirche gehen, wenn sie niemand damit vertraut macht?“ In der Tat: Wenn nur noch die Oma am Sonntag frühmorgens zu einer auf den ersten Blick nicht gerade spannende Veranstaltung geht, sagt das dem Jugendlichen nur, dass das der Oma wichtig ist und halt für alte Leute eine Bedeutung hat. Sollen wir uns wirklich darüber nur beklagen und sagen „Die Jugend ist unreligiös“ – oder nicht eher danach trachten, in neuen Formen Menschen religiöse Impulse zu geben?

Die Studentin schrieb in ihrer schriftlichen Arbeit, dass neuere Apps, die vordergründig keine religiösen Inhalte haben, Rituale und Inhalte widerspiegeln, die man auch im Glauben findet: Da gibt es das App „Glocke der Achtsamkeit“, durch das jemand zu bestimmten Zeiten erinnert wird, innezuhalten. Die Salzburger Studentin schrieb, das wäre doch zu vergleichen mit der Weisung des hl. Benedikt, beim Zeichen für den Gottesdienst sollen die Mönche alles liegen und stehen lassen.

Ich fragte die Studentin, wie wir in der Kirche die Ausführungen ihrer Arbeit fruchtbar machen könnten. Ihre Antwort fand ich toll: „Man könnte ja eine App einrichten, die sich jemand zuschicken lassen kann: das Tagesevangelium, das für die Tageszeit passende Stundengebet oder einen Impuls, der zu einer bestimmten Zeit zu mir kommt und mit dem ich mich dann beschäftigen soll. Im Internet findet man das alles natürlich, aber wichtig wäre es doch, dass so etwas täglich zu mir kommt und mich zum Innehalten oder gar zum Beten auffordert – wie die Glocke bei Ihnen im Kloster.“

Theologie der Ruinen (22.10.2014)

Leider haben wir in unserer Heimat kaum Ruinen. Auf Reisen können wir sie allerdings bestaunen und begehen: Jene einst mächtigen, schönen Bauten, von denen heute nur noch Reste übrig sind.

Im Ausland habe ich schon großartige Ruinen gesehen. Warum ich in diesem Zusammenhang von „großartig“ spreche? Weil sie von einer früheren Größe erzählen, die heute meine Vergänglichkeit deutlich macht. Ruinen gehen meist auf Menschen zurück, die schon vor Jahrhunderten lebten. Heute sind die Schlösser, Burgen und Kirchen nur noch ansatzweise erkennbar. Die Familie ist ausgestorben, eine Katastrophe brach herein, Gebäude wurden mutwillig zerstört.

In den Klageliedern des Alten Testaments werden die Ruinen Jerusalems besungen. Alles ist zerstört, Bitterkeit und Wut breiten sich aus. Und doch heißt es am Ende von fünf Kapiteln: „Kehre uns, Herr, dir zu, dann können wir uns zu dir bekehren. Erneuere unsere Tage, damit sie werden wir früher.“

Ich finde Ruinen sagen viel über die Welt und mein Leben aus. Deshalb besichtige ich sie näher, sehe mir die stehen gebliebenen Mauern an, versuche zu erahnen, wie das ganze Gebäude ausgesehen und die darin wohnenden Menschen gelebt haben. Besonders in verfallenen Klöstern klettere ich herum, möchte jede Wand betrachten und überlegen, wo was war. Andere finden das merkwürdig; ich bin da so richtig in meinem Element.

Der geistliche Wert von Ruinen ist immens: Jeder von uns hat Ruinen in seinem Leben. Da sind Dinge in meiner Geschichte, die einmal gut aussahen, hoffnungsvoll in die Zukunft wiesen. Aber heute müssen wir sagen: Es sind nur traurige Reste übrig geblieben. Das gilt von Freundschaften genauso wie von Familien, die auseinandergegangen sind oder durch Todesfälle so nicht mehr existieren. Wenn der Opa gestorben ist oder die Mama nicht mehr im Elternhaus ist, bleibt eine nie mehr zu füllende Lücke. Eine Ruine bleibt in der Seele zurück.

Oft sind es die Pläne und Träume für die Zukunft, die herb enttäuscht wurden. Wir können nicht alles verwirklichen, was wir uns einmal vorstellten. Da bleiben Ruinen zurück. So ist unsere Seelenlandschaft übersät mit unfertigen oder eingestürzten Gebäuden. Sie verwuchern, doch sie lassen sich nicht so leicht ausradieren. Ihre Wände fallen nicht sofort zusammen, sondern erinnern uns an eine nicht nur rosige Vergangenheit. Heute großartig scheinende Dinge, Erfahrungen, Personen können Ruinen von morgen sein.

Es ist das Wesen von Ruinen, dass sie von Menschenhand nicht so ohne weiteres aus dem Weg geräumt werden können. Nur künstlich kann man das frühere Gebäude wieder herstellen. Ruinen erinnern uns, dass nicht alles in unserem Leben ein „happy end“ hat. Wir sollten sie deshalb nicht ignorieren, sondern unsere eigenen Ruinen wahrnehmen, sie akzeptieren, über sie trauern – und sie dann Gott übergeben.

ER wird selbst unsere Ruinen wieder aufrichten und zu schönen Gebäuden machen. Was ich früher einmal falsch gemacht habe, kann ich nicht so ohne weiteres wieder gut machen, aber Gott wird es fügen. Das nennen wir Paradies: Wenn unsere Ruinen auf Erden in der Ewigkeit wieder hergestellt werden. Bis dahin tun wir gut daran, Ruinen in der Landschaft als Sinnbilder unserer Seele zu sehen, die uns viel zu sagen haben!

Wer bin ich? (14.10.2014)

WC9Z1578WC9Z1578_(800_x_600)Ich konsumiere nur wenig Medien: Zwei deutsche Qualitätszeitungen flattern in meine Klosterzelle und ein Dutzend theologischer Fachzeitschriften landet bei mir, ehe sie die Stiftsbibliothek aufnimmt. Dafür sitze ich höchstens eine halbe Stunde pro Monat (!) vor dem Fernseher, bin nicht in Facebook und kenne nur vom Aussehen der jungen Leute um mich herum, was ein i-pod, smart phone, i-pad oder eine Play Station ist. E-Mails betrachte ich als notwendiges Übel heutiger Kommunikation und versuche sie so gering wie möglich zu halten – deshalb bitte nicht beleidigt sein, wenn ich nur kurz oder gar nicht antworte.

Allerdings bin ich manchmal im Kino anzutreffen, so alle drei Monate einmal. Durch Zeitungen und Zeitschriften erfahre ich ja, welche Filme besonders gut sind. Meine jungen Begleiter, die mit riesigen Popcorn-Kübeln neben mir sitzen, gefällt meine Kinoauswahl nicht immer. Sie machen sich lustig, wenn ich Karten für einen Mini-Kinosaal in der Linzer Innenstadt reserviere, in den dann ohnehin nur drei andere schon ältere Leute gehen. „Qualität war immer eine Sache der Minderheit und die Jungen verstehen den tieferen Sinn solcher Filme halt noch nicht“, sage ich rechtfertigend und ernte daraufhin einen mitleidigen Blick der jungen Begleiter.

Diesmal ging ich wieder mit meinen beiden 17-Jahre alten Firmkindern ins Kino, und der Film gefiel ihnen überaus gut. „Einer der besten Filme, den ich überhaupt je gesehen habe“, schwärmte einer von ihnen. Und das will was heißen, bei dieser Dichte an Kinobesuchen (kein Wunder, dass er an unserer Schule wieder eine Nachprüfung hatte!). Wir hatten uns den deutschen Thrillerfilm „Who I am – Kein System ist sicher“ angesehen. In jeglicher Hinsicht ein Kinoereignis! Gab mir sehr zu denken, wer ich bin und was andere Leute sein möchten und wie Hacker-Welt funktioniert. Unbedingt anschauen! Und sonst die vielen Medien eher meiden, um ein solches Kinoerlebnis nicht sofort wieder durch Anderes überdecken zu lassen. (Das nächste Mal werde ich allerdings wieder Nachos mit pikante Soße essen, der warme Käse zum Eintauchen der mexikanischen Chips lag mir dann im Magen – oder waren es die Reste des Popcorns in den Kübeln, die ich am Ende von meine übersättigten Firmlingen bekam und natürlich auch noch verdrückte?)

Sich selbst organisieren lernen (13.10.2014)

Seit Beginn dieses Arbeitsjahres keuche ich bei vielen Sachen, die schon lange erledigt werden sollten, hinterher. Es ist ja schön, wenn zwei sich entschieden haben, bei uns einzutreten – und für sie und das Aufnahmeverfahren ins Kloster möchte ich auch immer Zeit haben. Auch hilfesuchende Menschen möchte ich nicht abweisen. Wieder einmal habe ich zu viele Vorträge zugesagt, einige Artikel zum Jahr der Orden wollen geschrieben werden – und dann Fragen und Anliegen aus dem Kloster und von außen zuhauf. Mein Schreibtisch und angrenzende Ablageflächen schauten in den letzten Wochen aus wie eine Altpapierdeponie.

Eine schon ältere Frau, die in ihrem Berufsleben Managerin war und hie und da von ihrem Ort aus zu uns nach Kremsmünster zur Messe kommt, gab mir einige Tipps. Einmal traf ich sie in der Schank und zweimal hab ich sie dann verzweifelt angerufen. Hier einige ihrer Ratschläge, die mir wirklich geholfen haben:

IMG_5232Den Schreibtisch sofort freimachen! Und zwar am besten im Stehen. Tatsächlich: Ich rückte den Sessel zur Seite, stand vor meinem Schreibtisch und ordnete alle liegengebliebenen Predigten und Vortragsskizzen, Notizzettel und erhaltene Post beiseite, indem ich alles einordnete oder gleich ins Altpapier gab. Seither immer wieder: Stehend alles wegräumen und einordnen. (Manchmal ist es notwendig, sich im Kalender zu notieren, das eine oder andere zu späterer Zeit wieder aus diesem und jenem Ordner hervorzuholen und zu erledigen.)

IMG_5235Ich habe neben dem Kasten mit den unzähligen Ordnern vier Hauptablagen, die offen in Schreibtischnähe sind: Kloster, Predigten und Vorträge, Schule sowie Artikel (die ich noch schreiben muss). So kann ich die Dinge vom Schreibtisch wegbringen und in die Behälter zur weiteren Bearbeitung ablegen.

E-mails lieber gleich kurz erledigen, als sie ausführlich zu einem späteren Zeitpunkt formulieren. E-mails, die nicht sofort erledigt werden müssen, in einen eigenen Ordner verschieben, aber sie doch innerhalb einer absehbaren Zeit drannehmen. Das bleibt die größte Herausforderung, die vielen e-mails, die täglich eingehen, möglichst schnell wieder wegzubekommen. Jetzt gerade habe ich wieder 58 unerledigte Mails – das drückt schon aufs Gemüt, aber mich freut es, wenn am Freitag Nachmittag wahrscheinlich die Mailbox wieder leer sein wird.

Ich klagte der früheren Managerin, dass ich oft eine Sache beginne, dann eine andere fortsetze, plötzlich einen Anruf herein bekomme und das gleich erledige – schlicht: ich unterbreche meine eigene Arbeit ständig, führe manches nicht zu Ende, weil anderes über Türe, e-mails bzw. Telefon hereinflattert oder mir in den Sinn kommt. Hier gilt es, nach dem Prinzip der Sofortlösung zu verfahren: Möglichst sollen wir Zwischenlösungen vermeiden und etwas gleich in einem Schritt zum Ende führen. Das hilft wirklich: Nicht etwas beginnen und dann sagen: Das mache ich ein anderes Mal fertig, oder: Ich ziehe das jetzt einmal vor, weil es lustiger oder dringender ist. Sondern (nach Möglichkeit): Jetzt muss ich das einmal zu Ende führen – lieber nicht perfekt, als dass ich etwas offen lasse und dann so viele Baustellen habe, dass ich nicht mehr weiß, wo ich zuerst hin soll.

IMG_5236Vielleicht hilft der eine oder andere Hinweis. Es ist jedenfalls sehr wichtig, dass wir uns selbst organisieren und Dinge nicht zu lange aufschieben. Letztlich bleibt aber auch der Rat eines Mitbruders wichtig, der mir bei Exerzitien in einem anderen Kloster einmal gesagt hatte: „Du hast so viele Vorhaben und Ideen, Du musst Dich einfach damit abfinden, nicht alles umsetzen zu können, vor allem auch nicht alles so, wie Du es gerne machen würdest. Chaos gehört zu Deiner Kreativität dazu, lerne zu akzeptieren, dass Du nicht alles machen kannst und nie über alles einen Überblick haben wirst.“ Das bewahrt mich davor, Nachtstunden einzulegen oder Bewegung in frischer Luft zu streichen. Denn ich möchte ja nicht alleine für die Arbeit leben.

Neue Unbefangenheit (01.10.2014)

Ich war vor wenigen Tagen mit jungen Theologinnen und Theologen zusammen. Sie haben ihr Studium beendet und machen nun das Pastoraljahr – so wie angehende Juristen nach dem Studium das Gerichtsjahr und Mediziner den sog. Turnus machen. Nach fünf, sechs oder gar sieben Jahren des Theologiestudiums sind die zukünftigen Priester und Pastoralassistenten in Praktikumspfarren, wo sie die Seelsorge in ihrer Vielfältigkeit kennen lernen. Begleitend gibt es dazu einen akademischen Lehrgang, der von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU) angeboten wird. Ich bin für ein Modul am Anfang und am Ende des Kurses zuständig.

Es ist schön, junge Menschen zu begleiten, erst recht, wenn sie ihre Berufung zum Beruf machen und sich ganz in den Dienst der Kirche stellen wollen. Ich habe in den 1990er Jahren studiert und gehöre damit schon wieder einer anderen Studentengeneration an. Umso interessanter war es für mich, einmal mehr zu sehen, wie sehr die neuen Theologinnen und Theologen aufs Geistliche setzen. Was ich schon in einem Uni-Seminar über amerikanische Theologie vor einem Jahr in Linz und dann bei der Vorlesung in Salzburg im Sommersemester hören konnte, sagten auch hier wieder deutlich die Theologiestudenten von heute: „Wir wollen nicht nur in der Pfarre Sitzungen abhalten und das System aufrecht erhalten. Es muss das Evangelium neu verkündigt und intensiv gelebt werden. Geistliche Erfahrungen zählen, nicht wie viele gefirmt oder welche großartigen Pfarrfeste veranstaltet werden.“ Das hätte meine Generation so nie gesagt.

Ich höre von den Studenten in Linz und Salzburg auch keine flache Papst- oder Bischofskritik mehr, wie das bei uns in den 1990er Jahren noch üblich war. Eher regen sich die Theologiestudenten von heute über Professoren auf, die als alte 68er statt guter Theologie billige Kirchenkritik liefern. Da fühlt sich die neue Generation betrogen – und um die Kraft der geistlichen Botschaft gebracht.

Natürlich sind sie offen und emanzipatorisch, wollen Reformen und gerade bei den Pfarren Neues probieren. Aber eben im geistlichen Sinn, wo der Mehrwert des Glaubens wieder deutlicher zu Tage tritt. Eine Generation erlebe ich hier, die aus den vielen Angeboten bewusst gegen den Zeitgeist die Kirche als Lebensprojekt gewählt hat und dafür auch schief angeschaut wird. Für sie ist der Glaube nicht automatisch gegeben und selbstverständlich, für ihre Umwelt schon gar nicht. So machen sie sich neu auf und fragen, was trägt. Eine Absolventin sagte in diesem Lehrgang, sie merke eine neue Unbefangenheit gegenüber Kirche und Glaube. Sie lese z.B. gerne die Kirchenväter – und gleich stimmte ein lässiger Theologe zu und meinte, er lese gerne die mittelalterlichen Mystiker. Da ist eine Theologin, die mehr Weihrauch in der Eucharistiefeier verwendet haben möchte, ein anderer sagt, das geistliche Leben werde in Zukunft oft abseits der üblichen Pfarrarbeit aufblühen, und eine angehende Pastoralassistentin bekennt bei der Schlussrunde des Lehrgangs: „Ich habe wieder mehr begriffen, dass ich eine geistliche Person werden muss, will ich fruchtbar für die Kirche arbeiten. Ich werde kein Priester, aber ich möchte eine Geistliche werden!“

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