Impulse März 2014

Meine Uhr (31.03.2014)

Zur Firmung bekam ich eine teure Uhr, die ich über 20 Jahre hatte. Seither habe ich kostenlos „Übergangsuhren“ gehabt. Vor ein paar Wochen ging jetzt auch das Armband jener Uhr kaputt, die Abt Ambros übrig hatte und die ich drei Jahre an der Hand trug, um wohl zu oft darauf zu blicken. Es ist eine Uhr, die ich aufziehen muss, was mir natürlich gefällt, denn ich habe ja sowieso einen „Natürlichkeitsfimmel“ (am Liebsten würde ich ganz primitiv leben, wenigstens zeitweise; schon als Jugendlicher träumte ich davon, in einer Blockhütte mitten in Canadas Wildnis zu wohnen).

So trage ich die frühere Armbanduhr, die nun amputiert ist, aber trotzdem noch funktioniert, in meiner Habittasche mit mir herum. Und siehe da: Seither schaue ich weniger selten auf die Uhr! Bei Schulstunden, Gesprächen und Predigten lege ich mir die Uhr vor mich hin und stecke sie dann wieder ein. Auf meinem Computer, in unseren Autos, in der Sakristei sehe ich ja ohnehin andauernd Uhren, da brauche ich nicht noch eine am Armgelenk. Wenn ich ohne Habit spazieren gehe oder mit Freunden im Kino bin, habe ich die Uhr nicht bei mir. Ein großartiges Gefühl der Unabhängigkeit.

Mag sein, dass ich in einem halben Jahr wieder eine Armbanduhr haben werde. Aber jetzt nach 3 Jahrzehnten ständigen Tragens einer solchen Uhr einmal für einige Wochen oder Monate keine Uhr fix an mir zu haben, gibt mir eine Ahnung von dem, was Damaris Wiesner so gut mit diesem Satz beschreibt: „Ich bin Herr über meine Zeit und werde sie an meine Seele verschenken.“

Menschen anders sehen (28.03.2014)

Die Fastenzeit (unsere evangelischen Schwestern und Brüder sprechen ausdrucksstark von Passionszeit) will uns in vielerlei Hinsicht zur Umkehr bewegen – damit wir gottfähig werden und immer mehr nach der Logik des Reiches Gottes denken, reden und handeln. Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) wird ein Satz zugeschrieben, den ich trotz eingängiger Google-Suche nicht fand, der aber leicht von diesem evangelischen Theologen und Märtyrer des Nazi-Regimes stammen könnte: „Man soll Menschen nicht so sehr danach beurteilen, was sie sagen und tun, sondern danach, woran sie leiden.“

Wie jede pointierte Aussage kann man natürlich diesen Satz falsch verstehen. Selbstverständlich müssen Menschen für das, was sie sagen und tun, gerade stehen. Aber in diesem Ausspruch geht es um eine tiefere Weisheit: Wenn wir sehen, was andere an Last ihres Lebens mittragen, warum sie derart reagieren und einfach so sind, dann werden wir ihnen am besten gerecht. Ja, woran leiden sie denn?

Ich frage mich manchmal bei Menschen, die ich gut und weniger gut kenne: Was ist denn da los? Und ich bin versucht, schnell die einen oder anderen zu verurteilen, endgültig abzustempeln, schlecht über sie zu reden. Was ist damit aber gewonnen? Nichts! Deshalb: Die Menschen mit ihrem Leid sehen – und sie so besser verstehen!

Enttäuschte Freundschaft (24.03.2014)

Ich lese jeden Abend vor dem Einschlafen mindestens ein Kapitel von Francois Lelords Buchreihe „Hector“, zuerst auf Französisch und dann auf Deutsch. Unsere Französisch-Lehrerin Ingrid Achleitner gibt mir immer wieder gute Bücher auf Französisch und dazu auch gleich die deutsche Übersetzung dazu. Von ihr habe ich die Idee, ein Buch Kapitel für Kapitel deutsch und dann gleich auf Französisch zu lesen, das geht dann recht gut, ohne Wörterbuch. So dringe ich auch tiefer in den Text ein, weil ich ihn zweimal lese, und merke, wie viel oft durch eine Übersetzung verloren geht. Über drei Jahre lese ich jetzt schon auf diese Weise die Reihe „Hector“ – ich bin ja ein Langsamleser und mache zwischen den Bänden immer eine mehrmonatige Pause, in der anderes als Bettlektüre dient.

Nachdem ich bereits „Hectors Reise oder: Die Suche nach dem Glück“, „Hector und die Geheimnisse der Liebe“ sowie „Hector und die Entdeckung der Zeit“ gelesen habe, bin ich nun bei „Petit Hector apprend la vie“, auf Deutsch erschienen unter dem schwerfälligen Titel „Hector & Hector und die Geheimnisse des Lebens“. Wieder ein gelungenes Buch, voll von Weisheiten, tief psychologisch und religiös sensibel.

In diesem Buch kam gestern die Stelle, wo der kleine Hector tief enttäuscht ist von einem Freund. Das kenne ich von mir, und davon höre ich im realen Leben immer wieder: Man lernt jemanden schätzen, vertraut ihm – und plötzlich kommt man drauf, dass einen dieser Freund belogen hat, er hinter dem eigenen Rücken schlecht über einen redet, sich eben in der einen oder anderen Weise nicht als Freund erweist. Das enttäuscht umso mehr, als man sich gegenüber ihm geöffnet hat. Von anderen wäre das ja zu erwarten gewesen, aber von ihm …? Schon der Psalmist spricht kann davon ein Lied singen: „Denn nicht mein Feind beschimpft mich, das würde ich ertragen; nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf, vor ihm könnte ich mich verbergen. Nein du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, mein Freund, mein Vertrauter, mit dem ich, in Freundschaft verbunden, zum Haus Gottes gepilgert bin inmitten der Menge.“ (Ps 55,13-15)

So muss es dem kleinen Hector gegangen sein, als er beim Fußballspiel sich ungeschickt angestellt hatte und dann von der gegnerischen Mannschaft nachgeäfft wurde. Das hätte er noch ausgehalten. Aber dann tat sein bester Freund, Guillaume, mit. Zu Hause redet Petit Hector mit seinem Vater, dem großen Hector, der noch dazu Psychiater ist: „Guillaume wird nie wieder mein Freund!“ – „Aber nein, Petit Hector, du musst ihm verzeihen. Er hat einfach falsch reagiert. Es gibt Augenblicke, wo man nicht die richtige Antwort erwischt, ein bisschen so, wie du den Pass nicht erwischt hast … Das kann jedem passieren, sogar einem Freund.“ – „ Mit dem rede ich nie wieder ein Wort“, sagte Petit Hector. Sein Papa antwortete: „Aber nein, damit würdest du dich doch auch selbst bestrafen. Es ist besser, wenn du ihm vergibst. Du weißt doch, was das ist?“ – „Ja“, sagte Petit Hector, der schließlich in den Religionsunterricht ging. „Vergebung heißt, dass man jemanden nicht mehr böse ist, der einem Kummer gemacht hat, und dass man ihn nicht mehr bestrafen will.“

Am nächsten Tag redete Petit Hector seinen Freund Guillaume an: „Du spielst besser Fußball als ich“, sagte Petit Hector, „aber das ist kein Grund, auf meine Kosten Witze zu reißen.“ – „Ja“, sagte Guillaume, „aber wir hatten verloren, und da…“ – „Reden wir nicht mehr davon“, sagte Petit Hector. „Du bist immer noch mein bester Freund.“ – „Und du meiner“, sagte Guillaume.

Vor dem Schlafengehen fühlte Petit Hector, dass er interessante Dinge in sein Notizbuch einzutragen hatte:

Jeder kann eine falsche Reaktion haben.

Dann müssen wir mit ihm reden, und wenn er verlegen aussieht, kann er trotzdem noch unser Freund sein.

Wenn es nicht beim ersten Mal klappt, muss man es noch einmal versuchen. 

Die Verklärung Jesu – ein Trailer (18.03.2014)

Ich gehe manchmal mit jungen Leuten ins Theater, in ein Konzert, ins Kino. Ich habe keine Familie und möchte junge Menschen, die mir anvertraut sind, in vielerlei Weise begleiten. Seelsorge ist nicht nur Gottesdienst, persönliches Gespräch und Sakramentenspendung, sondern besteht für mich auch darin, Freizeit sinnvoll miteinander zu verbringen. Wobei die Sorge um unsere Seelen dann immer gegenseitig verläuft: Wie junge Menschen die Dinge sehen, aufnehmen und verarbeiten bereichert mich selbst und regt mich an zu neuen Gedanken und Wegen der Glaubenserfahrung. Denn Gott spielt bei solchen Abenden immer eine Rolle. Er will im Alltag zur Sprache gebracht werden – dann können junge Leute auch mehr mit ihm anfangen.

Natürlich gehe ich nicht zu einer x-beliebigen Veranstaltung und deute sie dann künstlich religiös. Ich schaue auf Kritiken, lese Beiträge in kirchlichen Zeitungen und theologischen Zeitschriften, höre mich um. Die jungen Leute dagegen verschaffen sich bei einem Kinofilm sofort einen Überblick durch den Trailer in Youtube.

Ein Trailer verschafft in 2-3 Minuten einen Eindruck über den Film. In kurzen Szenen bekommt man eine Ahnung, worum es in diesem Film geht; man merkt welche Stimmung verbreitet wird: Ist es ein Actionfilm oder eine romantische Liebesgeschichte, geht es hart zu oder besinnlich-meditativ? Der Trailer will Lust darauf machen, sich den Film in voller Länge anzusehen. Eines darf er nicht: alles vorwegnehmen. Er soll einen Vorgeschmack auf das volle Kinoerlebnis bieten.

IMG_1058Die Verklärung Christi ist der jedes Jahr wiederkehrende Trailer des 2. Fastensonntags. Ein Trailer in der Messe für den Film Gottes. Eine Kurzfassung der einschneidenden Erfahrung, wie die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes den Tod und die Auferstehung Jesu erleben. In allen drei synoptischen Evangelien (Markus, Matthäus, Lukas) kündigt Jesus direkt vor der Verklärung das erste Mal an, dass er leiden und sterben, aber auch auferstehen werde. Ein Schock für die Jünger! Wie wird das sein, was wird folgen? Deshalb folgt dann in diesen Evangelien gleich die Verklärung als Vorschau, damit die Jünger dran bleiben und auf einen guten Ausgang hoffen.

Das strahlend weiße Gewand nimmt Jesu Verwandlung in der Auferstehung vorweg. Darauf zielt die Geschichte ab. Doch Verklärung auch für uns? Der Ausgang für uns ist ungewiss, das Drama kann beginnen: Petrus, Jakobus und Johannes mit Jesus allein auf dem Berg, den man später Tabor nennen wird. Aber sie bleiben nicht allein. Mose und Elija tauchen auf, die Stars des Alten Bundes. Sie stehen für das Gesetz und die Propheten. Wie wenn altbekannte Gestalten aus der Filmgeschichte auftauchten, Garanten dafür, dass hier alles aufgeboten wird. Die Spezialeffekte bleiben auch nicht aus: Die Stimme aus dem Off – „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich gefallen gefunden habe, auf ihn sollt ihr hören.“ Jesus ist also der Hauptdarsteller. Petrus will sich da gleich niederlassen, drei Hütten bauen; er hat noch nicht begriffen, dass es bloß ein Trailer ist und der ganze Film sein Leben sein wird.

Dieser Trailer erzeugt Interesse am Hauptdarsteller, an der Dramatik, am hoffentlich glorreichen Ende. Er zeigt die Bedeutung Jesu für alle Zeiten (Mose und Elija), die Gemeinschaft mit ihm (unübertroffen dann im Abendmahl), sein schreckliches Leiden (Verrat, Verleugnung, Kreuzigung). Christus als strahlende Sonne, ganz in weiß („wie es auf Erden kein Bleicher machen kann“) – Vorausschau auf die Auferstehung. Das alles ist im Verklärungs-Trailer schon angedeutet, und es braucht dann einen langen Film, das auszudeuten.

Aber das alles ist noch nicht fertig gedreht. Jesus lebte ja nicht bloß vor 2000 Jahren und trat dann für immer ab. Nein, er lebt, auch heute noch! So ist das Evangelium zum Drehbuch auch meines Lebens geworden. Ich bin drinnen im Film wie Mose und Elija, wie Petrus, Jakobus und Johannes. Je mehr ich dieses Drehbuch als Vorlage meines Lebens nehme, desto deutlicher gehe ich die Wege des Herrn und erfülle seinen Willen. Dann wird es mir zwar auch wie bei den biblischen Gestalten auf und ab gehen, spannend und bangend werden, schön und beglückend – aber letztlich weiß ich, dass das Licht auf mich wartet und auch mich verklären will. Die Langfassung des Films dauert gerade an. Das Kino Gottes ist sein Leben und mein Leben – in Wirklichkeit und Echtzeit, damit sein Leben immer mehr mein Leben werde.

Kürzlich wurden die Oscars verliehen. Gespannt erwarteten viele, wer ausgezeichnet werden würde. Interesse für die Welt ist gut. Deshalb gehe ich auch mit jungen Leuten ins Theater, ins Konzert, ins Kino. Aber das darf für uns nicht alles bedeuten. Die Kirche brauche gerade heute „Entweltlichung“, um frisch ins Heute sprechen zu können, sagte 2011 Benedikt XVI. in Deutschland. Und Papst Franziskus ruft seit einem Jahr kraftvoll dazu auf, sich nicht der Verweltlichung hinzugeben. Und deshalb muss der Film, der unser Leben ist, letztlich andere Akteure haben als sie in der Welt angepriesen, diskutiert und prämiert werden.

Oscarverleihung – einmal anders (ein Vorschlag – es gibt viele weitere Möglichkeiten)

Bestes Regie: Gott (Vorsicht: seine Regieanweisungen sind unscheinbar und leise, weil ihm unsere Freiheit als Ebenbilder und Co-Regisseure heilig ist).

Bester Hauptdarsteller: Jesus (er kann’s wie kein anderer, wird aber oft nicht engagiert).

Beste Nebendarsteller: Die Apostel und die Heiligen – und ich, wenn ich nur will

Bestes Drehbuch: Der Heilige Geist, der auch die biblischen Autoren inspiriert hat und uns anleiten möchte.

Beste Kamera: Die Bibel und das Leben wie die Schriften heiliger Menschen – durch diese Linsen sehen wir, wer wir sind und was uns Gott bedeuten könnte.

Beste Filmmusik: Altes und neues geistliches Liedgut (für mich bes. „O Jesu“, „Feuer und Flamme“ sowie „God will make a way“ J) – und klassische Musik von Bach, Bruckner u.a.

Beste visuelle Effekte: Ikonen; christliche Literatur, z.B. Tolkiens Herr der Ringe und C.S. Lewis‘ Narnia; auch die gleichnamigen Verfilmungen sowie weitere tiefe Filme wie „Von Menschen und Göttern“ oder zuletzt „All is Lost“ mit Robert Redford – siehe den Trailer:

Übrigens: Nachzulesen ist der beste Trailer aller Zeiten bei Mt 17, Mk 9 und Lk 9 in drei leicht voneinander abweichenden Varianten.

Die Idee des Vergleichs zwischen Trailer und Verklärung Christi und einige Formulierungen habe ich übernommen von Peter Schipka, dem Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, aus der Zeitschrift des Canisiuswerks „Miteinander“.

How great is our God! 13.03.2014

Ich bin für einen guten Tag am Almsee. Davon kann ich wieder etliche Tage zehren. Da bin ich ganz bei mir. Die absolute Stille und das ganz einfache Essen (heute etwa zwei Mal einfach kalt: Brot, Topfen, Knoblauch, dazu Kräutertee), die wunderschöne Landschaft und die Beschäftigung mit tiefen Gedanken machen mich so glücklich, dass ich es kaum ausdrücken kann.

IMG_0589Gerade war ich jetzt am Abend spazieren. Dunkel, aber die noch schneebedeckten Berge leuchten in die Nacht. Wie immer machte ich meinen Tagesrückblick. Dann sang ich die Komplet. Laut – vielleicht haben sich ein paar Rehe gewundert. Menschen gibt es hier kaum. Am Ende der drei Psalmen blieb ich zum „Ehre sei dem Vater“ stehen und verbeugte mich intuitiv Richtung Berge; sie standen vor mir, hoch aufragend. Im Angesicht dieser 2000er überkam mich ein seltsame Ehrfurcht, die ich sonst kaum einmal verspüre. Wie groß ist Gott, dass er das alles gemacht hat! „ … wie im Anfang so auch jetzt und alles Zeit und in Ewigkeit.“ Zeit und Ewigkeit erhalten hier in der Natur eine besondere Bedeutung.

„Wer bin ich, kleines Menschenkind?“, dachte ich und ging weiter. „Denn ich habe das Heil gesehen, das du vor allen Menschen bereitet hast.“ Vielleicht müssen wir wieder mehr in die Natur gehen, um Gott staunenswert zu finden. Vielleicht weniger reden, weniger tun, einfacher essen. Schlicht da sein. Deshalb bin ich so gern am Almsee. Und ich merke, dass mir Gott hie näher ist.

Unerkannte Genies (10.03.2014)

Ich liebe Gedichte, auch wenn ich kaum welche lese (weil ich glaube, immer dieses und jenes lesen zu müssen; ich tue ja viel zu wenige das, was ich einfach möchte – deshalb schreibe ich so oft darüber). Gedichte können Dinge, Emotionen, Ereignisse oft viel besser auf den Punkt bringen als Prosatexte. Einige Gedichte sind mir zu treuen Wegbegleitern geworden, so wie Musikstücke, die ich nicht oft genug hören kann. In meiner Jugend halfen mir Liebesgedichte, mein Verliebtsein, die Freuden der Liebe, aber auch den Schmerz der Trennung und Enttäuschung zu verarbeiten. Vielleicht ist eine der vielen Nachteile der digitalen Revolution, dass junge Menschen kaum noch zu Gedichtbänden greifen.

Kürzlich las ich dieses Gedicht von Heidrun Bauer, das ich nicht mehr näher kommentieren brauche, weil es wohl die Erfahrung von uns allen widerspiegelt und durch sein Ende uns auch betroffen machen sollte:

diejenigen

diejenigen

            die

            nicht

            ins Schema

            passen

 

diejenigen

            die

            alles

            in Frage

            stellen

 

diejenigen

            die

            einfach

            anders

            sind

 

später

genannt

Originale

 

im

Nachruf

Schreibe Deine Einschätzung in einem Kommentar unterhalb der Impulse von P. Bernhard!

Der Ring (04.03.2014)

IMG_0433Unter diesem Titel hat der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878-1965) in seinen Chassidischen Geschichten eine Erzählung aus dem Judentum Osteuropas aufgenommen, die uns zum Schmunzeln bringt und gerade dadurch eine tiefere Einsicht annehmbar macht. Das ist ja der Wert des Humors und von guten Witzen! Hier also die Geschichte „Der Ring“:

Ein armer Mann klopfte an Rabbi Schmelkes Haus. Da kein Geld im Haus war, gab ihm der Rabbi einen Ring. Kurz darauf erfuhr das seine Frau und überhäufte ihn mit Vorwürfen: „Du kannst doch nicht ein so kostbares Schmuckstück, das einen so großen und edlen Stein hat, einem unbekannten Bettler geben!“ Rabbi Schmelke befahlt sofort, den Bettler wieder zurückzuholen. Als dieser ins Haus zurückgebracht wurde, sagte der Rabbi ihm: „Ich habe soeben erfahren, dass der Ring, den ich dir gab, einen hohen Wert hat. Pass auf, dass du ihn nicht zu billig verkaufst!“

 

2 Antworten zu “Impulse März 2014

  1. r
    Your word is a lamp for my feet, a light on my path. Psalm…
    Danke, Jesus

  2. Wo du auch hingehst ,was du auch tust, bin ich bei dir und lege einfühlsam Meinen Blick der Liebe auf dich, um dich zu heilen. „Wenn also der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein“ Danke, Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser der ganzen Welt.

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