Impulse Juni 2014

Zölibat? (30.06.2014)

Ich habe in meinem ersten Impuls aus den USA berichtet, dass mich das Zusammenleben von Diözesanpriestern in einem Pfarrhaus Brooklyns beeindruckt hat (16.6.2014). Zurück in Österreich las ich eine Zeitungsmeldung, derzufolge Papst Franziskus in der Kathedrale von Cassano all’Ionio im Angesicht vieler Priester vor einem „seelsorglichen Individualismus“ gewarnt habe. Viele Geistliche seien von einer „Kultur des Individualismus“ erfasst, die das eigene Ich bis zur Götzenanbetung überhöhen würde. Der Papst forderte die Priester auf, mehr Gemeinschaft und Brüderlichkeit zu leben – in einem missionarischen und bescheidenen Geist. Weiters sprach Franziskus von der Freude, Priester zu sein, und rief seine Mitbrüder im priesterlichen Amt dazu auf, sich besonders um die Familien zu kümmern.

Dem Papst liegt nach dieser und vieler anderer Aussagen eine Erneuerung des katholischen Priestertums von der Wurzel her am Herzen. In einem Interview hat er vor kurzem den Zölibat bekräftigt. Ich glaube es bringt wenig, in die dauernden Zölibatsdiskussionen einzusteigen. Da schließe ich mich lieber Papst Franziskus an, der eine Erneuerung des Priesterbildes möchte. Für uns Benediktiner ist das ehelose Leben ohnehin konstitutiv für das Klosterleben, und ich hüte mich als Mönch davor, durch eine Demontage des Zölibats auch unsere Lebensform als komisch abzutun, wie es ja in der öffentlichen Wahrnehmung überall dort geschieht, wo die Abschaffung des Zölibats gefordert wird; da unterscheiden die Leute kaum zwischen Welt- und Ordenspriestern.

Natürlich kann ich mir vorstellen, dass es auch in der lateinischen Kirche verheiratete Priester geben wird – wie es sie ja schon in den östlichen, auch mit Rom vereinigten Kirchen oder bei zur katholischen Gemeinschaft konvertierten evangelischen Pfarrern gibt. Aber das wird, wenn überhaupt, nicht dadurch kommen, dass aus einem scheinbaren Mangel heraus eine Jahrhunderte lange, bereits in der frühen Kirche zu entdeckende Entwicklung plötzlich aus vorwiegend pragmatischen Gründen umgedreht wird. Das herkömmliche Pfarrmodell ist ja wie manche bisherige Formen der Seelsorge (ich denke etwa an die Jugendarbeit) in tiefer Krise. Nur zu sagen, damit alles so wie bisher weitergeht, brauchen wir verheiratete Priester, kann keine genuine Erneuerung bedeuten. Freilich könnte es durchaus sein, dass es aus vorwiegend geistlichen Beweggründen heraus immer deutlicher wird: verheiratete Priester haben viel einzubringen, weshalb die Weltpriester oder eine bestimmte Gruppe von Weltpriestern nicht mehr den Zölibat versprechen sollen. Das würde dann auch für alle verständlich und einsehbar sein, wie beim Zweiten Vatikanischen Konzil die Wiedereinführung des verheirateten Diakonats, der keine großen Diskussionen auslöste. Ein Wandel dahingehend kann kommen, dass langsam aber stetig das Bewusstsein in katholischen Kreisen, Bewegungen, Familien wächst, auch verheiratete Männer zu Priestern zu weihen – aus einem spirituellen Mehrwert für die Kirche heraus. Derzeit sind wir nicht bei diesem Punkt und allgemeinen Konsens angelangt, und ich bin nicht sicher, ob das jemals kommen wird, wenn ich mir die Weltkirche anschaue.

Zur Zeit halte ich deshalb die gängigen Zölibatsdiskussionen für verfehlt. Sie hemmen sogar weitere Entwicklungen, weil sie Polarisierungen schaffen: niemand will doch im Streit seine Position aufgeben. Deshalb werbe ich hier dafür, die Verbindung von Zölibat und diözesanem Priestertum zu würdigen und von innen her zu erneuern – wie das der Papst tut. Und da ist die Gemeinschaftsfähigkeit von Priestern bedeutsam. Früher waren auch in kleinen Orten Pfarrer und Kapläne in eine größere Hausgemeinschaft eingebunden. Den Hinweis von Franziskus auf die Familien verstehe ich auch nicht bloß dahingehend, dass sich die Priester um Familien kümmern sollen, sondern auch so, dass Priester Ehepaare und kinderreiche Familien brauchen, um ihre Berufung gut zu leben. Umgekehrt merke ich auch öfters, dass meine Lebensform Ehepaaren und Familien etwas bedeutet und sie zur Nachfolge Christi auf ihre Weise anspornt.

So möchte ich Euch heute angesichts der Worte von Papst Franziskus und meiner eigenen Erfahrung zurufen: Kümmert Euch um die Priester, bindet sie emotional in Euer Leben und das Eurer Familien ein, schätzt die wiederholte Entscheidung der Kirche über das Anforderungsprofil ihrer Priester und seht darin einen gesunden Stein des Anstoßes, der dem Zeitgeist zuwiderläuft. Aber auch: Haltet Euch offen für das Wehen des Heiligen Geistes, der die Kirche führt und immer neu beschenkt. Der Glaube an Christus steht und fällt nicht mit disziplinären Entwicklungen, die natürlich ihren tiefen religiösen Sinn haben können und von daher nicht leichtfertig als willkürliches „institutionelles Gesetz“ abgetan werden dürfen. Vor allem aber: Diskutiert nicht zu viel über den Zölibat, das bringt nur in den wenigsten Fällen etwas. Denn diese berühmten „heißen Eisen“ werden meistens dort aufgewärmt, wo die Auseinandersetzung mit dem Glauben heute zu mühsam oder unmöglich erscheint. Ich halte mich deshalb an Prof. Dr. Michael Schneider SJ, der uns Salzburger Studenten in seiner Vorlesung „Spirituelle Theologie“ Anfang der 1990er Jahre gesagt hat, als wieder einmal im Fernsehen der Zölibat in etlichen Runden diskutiert wurde: „Wie kann ich jemanden von der Sinnhaftigkeit des Zölibats überzeugen, wenn er nicht glaubt, dass unsere Heimat im Himmel ist?“

Der Tassilokelch in New York City

Tassilo-0207_(800_x_600)Bei einem meiner Vorträge in der St. Mary’s Abbey in Morristown am Rande von New York City hatte ich über Tradition gesprochen und dabei kleine Bilder vom Tassilokelch ausgeteilt. Die Amerikaner wissen, dass die von den europäischen Einwanderern geschaffene Kultur keine so tiefen Wurzeln hat wie unsere (sie dadurch aber auch flexibler, mobiler und offener für Neues sind). So war es angebracht, über die Rückbesinnung auf erprobte Traditionen zu sprechen, nicht um diese einzufrieren, sondern erneut aus ihnen zu leben.

Am nächsten Tag klopften zwei Mitbrüder an die Tür. Zuerst der Altabt, der mir von seinem Primizkelch aus dem Jahre 1958 erzählte und der dem Tassilokelch nachempfunden sei: „Bis gestern habe ich nicht gewusst, dass der Originalkelch aus dem 8. Jahrhundert in einem Benediktinerkloster aufbewahrt und dort auch verwendet wird!“ Wenig später klopfte Father Anthony, der von seiner Priesterweihe vor einigen Jahren erzählte und mir strahlend seinen Kelch unter die Nase hielt. Er wollte genau wissen, wo diese neuere Nachbildung des Tassilokelchs vom Original abwich und wie groß unser alter Kelch sei.

Mich berührte, dass die Mitbrüder in New Jersey Kelche verwendeten, die unserem Tassilokelch nachempfunden sind, und sie sich dadurch unserem benediktinischen Leben in Kremsmünster sich verbunden fühlen. Durch ihre Augen ging mir neu auf, welcher Schatz die Tradition sein kann und wie ehrfürchtig wir sie behandeln sollten. Freilich nicht mit Stolz, sondern mit Dankbarkeit für die Generationen von Mönchen, die ihre Schätze nicht nur für sich verwenden und aufbrauchen wollten, sondern an die nächsten Generationen weitergeben wollten.

Säkularisierung in den USA? (24.06.2014)

Ich habe oft gelesen, gesehen und meinerseits dann erzählt und geschrieben, dass in den USA die Religion einen Stellenwert einnimmt, der uns Nord- und Mitteleuropäer überrascht. Das ist auch nach wie vor der Fall. Doch greift auch dort das Phänomen der Säkularisierung um sich. Das erlebte bei den Diskussionen im Zuge meiner Vorträge jetzt im Juni in der Neuen Welt und das betonten einige Theologen, die ich 1997 für meine Dissertation interviewt hatte, und die nun sagten: „Andreas, das Bild hat sich seither geändert. Was wir bei den protestantischen Großkirchen schon seit längerem beobachten konnten, trifft in den letzten Jahren auch die katholische Kirche: Menschen lösen ihre Bindung an institutionalisierte Formen von Religiosität.“

Das bisher kaum vorhandene Segment jener US-Bürger, die sich als konfessionslos bzw. bekenntnisfrei einzustufen, wird somit größer. In amerikanischen Großstädten mehr noch als am Land ist eine Säkularisierung festzustellen, wie sie europäische Länder schon länger erfasst hat. Das bedeutet, auch hier wird „Religion zunehmend zur Option“ (Charles Taylor). Das ist ja auch gar nicht schlecht: Die Zeiten sind vorbei, in denen „man“ einfach das tat, was auch die Eltern und Großeltern machten. Der Glaube wird dadurch zur bewussten Entscheidung – in einer Welt unbegrenzt scheinender Möglichkeiten.

Aus zwei Gründen ist jedoch in den USA keine solche Entwicklung der Säkularisierung festzustellen und auch nicht zu erwarten, wie sie bei uns um sich greift: Erstens steht das insgesamt religionsfreundliche Klima dem Glauben und der Kirche positiv gegenüber: Gläubig zu sein und in die Kirche zu gehen gilt in den USA durchaus als modern und cool. Die starke Verbindung von institutionalisierter Religion und Macht, die in Europa der Säkularisierung den Boden bereitete, wo man sich eben vom alten Establishment auch mit der Kirche befreit, ist in den Vereinigten Staaten so nicht gegeben. Gerade die katholische Kirche war hier von Anfang an die arme Kirche für die Armen, d.h. die Kirche der Einwanderer für die Hilfsbedürftigen. Kamen Bischöfe und Äbte bei uns für Jahrhunderte aus dem Adel (Einsetzung etwa durch die Habsburger), so stammten seit jeher die Priester und Bischöfe in den USA eher von der Unterschicht – und waren dadurch den Leuten besonders nahe. Von daher ist übrigens die starke Kirche Polens gegenüber dem Zusammenbruch der Kirche in Deutschland und Österreich ein wenig verständlich – oder auch die Beliebtheit von Papst Franziskus.

Zweitens sind die – zu einem guten Teil katholischen – Einwanderer heute dafür verantwortlich, dass die Kirche insgesamt gesehen in den USA immer noch wächst und sich durchaus auch als jung und dynamisch erlebt. So sind für das relativ geringe Durchschnittsalter bei Gottesdiensten gegenüber Europa die höheren Geburtenraten (auch der Amerikanerinnen), aber besonders die vielen Einwanderer verantwortlich. Deshalb gibt es in amerikanischen Klöstern mitunter erstaunliche Eintrittszahlen, und der Diözesanklerus erfreut sich ständiger Verjüngung. Ich erlebte in der Diözese Brooklyn die Vorbereitungen für die jährliche Priesterweihe. Wie auch sonst in etwa wurden 12 Seminaristen geweiht – eine Zahl, die das Linzer Priesterseminar in allen Jahrgängen zusammen nicht erreicht. Das religiöse Leben blüht auch auf jüdischer Seite. Ich sah in den Straßen Manhattens viele Juden, die eine kleine kreisförmige Kopfbedeckung turgen, die sog. Kippa. Gerade die Jungen in verschiedenen Religionen besinnen sich ihrer Tradition. So kann New York City für sich wandelnde Gewohnheiten stehen, in denen eine Verweltlichung ebenso auszumachen ist wie lebendige religiöse Traditionen.

Amerika ist anders (geworden) 23.06.2014

Ich gönnte mir mittags einen Burger – nein, nicht bei MacDonald’s, dorthin gehen die meisten Amerikaner nicht; ich sah auch nur eine Filiale in den 10 Tagen meines Aufenthalts am Broadway. Nein, die echt guten Hamburgers findet man in den Restaurants oder zuhause bei den Amerikanern, wo sie selbst gerne das Fleisch grillen und viele Zutaten verwenden. Also, da saß ich an der Lexinton Ave. & 62th Street vor einem Restaurant am Rande der Straße, die wegen der Bäume fast wie ein Boulevard in Paris aussah. Am Nebentisch war eine Frau um die 60, die auch alleine saß. Wir kamen ins Gespräch, wie das bei den Amis ja ganz leicht und selbstverständlich geht. Über zwei Stunden redeten wir dann. Sie beschrieb treffend den Wandel Manhattens in den letzten Jahrzehnten: Die Stadt sei sauberer und sicherer geworden, das war mir auch schon aufgefallen. Aber die Wohnungspreise schnellten derart in die Höhe, dass die meisten Familien in die anderen Stadtteile auswandern mussten. Früher hatte man in Manhatten eine große Wohnung, lud Freunde ein, traf sich zum kreativen Austausch. Heute habe die Finanzwirtschaft viel übernommen und Manhatten kühler gemacht. So seien etwa die Künstler im großen Ausmaß abgewandert, dafür reiche Ausländer gekommen. Das überfordernde Leben nach reiner Effizienz könne sie bei ihren Patienten gut ablesen.

Interessant fand ich auch, dass diese Frau viele kleine Geschäfte vermisst, die früher auf persönliche Geschmäcker und Wünsche eingegangen seien. Heute hätten auch in NYC die anonymen Geschäftsketten überhand genommen. Auch in diesem Bereich ist also die Kreativität abgewandert. Ich denke, diese Eindrücke aus Manhatten sollten uns zu denken geben: Worauf setze ich mein Leben? Unterstütze ich kleinere und einfachere Einheiten des Zusammenlebens und Wirtschaftens oder trage ich dazu bei, dass nur noch die überall gleichen Geschäftsketten Umsatz machen?

Mir gibt auch zu denken, dass ich diesmal vergeblich nach einer theologischen Buchhandlung suchte. Als ich während meines Studiums in den 1990er Jahren zwischen Duke und Yale University einige Male in New York City war, schmökerte ich lange in den Buchhandlungen. Ich ging in diesen 10 Tagen wirklich viel in Manhatten herum – und war auf keine einzige Buchhandlung gestoßen! Father James und die Mönche von Morristown bestätigten mir dies: Ja, man könne leider nicht mehr real sehen, was neu erschienen ist. Der Internetverkauf hat die meisten Buchhandlungen verdrängt. Bei uns in Europa blieb die flächendeckende Schließung von Buchhandlungen bisher aus. Wird diese Verarmung auch unsere Zukunft sein? Welch ein Verlust einer prägenden Stadtkultur wäre das! So werde ich zwar weiterhin englische Bücher über Amazon beziehen, aber deutschsprachige wieder mehr in echten Buchhandlungen kaufen. Dort kann ich nämlich auch mit den Händen greifen, was neu herausgekommen oder zu einem bestimmten Thema sonst noch erschienen ist. Das habe ich in Manhatten, dieser faszinierenden, vielfältigen Stadt nämlich bei diesem Besuch vermisst.

Im Musical am Broadway (21.06.2014)

Nach einem arbeitsintensiven Vormittag für die Vorträge der nächsten Tage besuchte ich am Nachmittag das Metropolitan Museum. Ehrlich gesagt erdrückte mich die Fülle. Natürlich, die mittelalterliche Sammlung hätte viele Kostbarkeiten für mich gehabt, aber ich mag religiöse Kunst im Museum eigentlich nicht so. Da hat mir die Frick Collection nahe des Metropolitan Museums besser gefallen: Die erstaunliche Sammlung eines reichen Kunstliebhabers in seiner Villa mit bekannten europäischen Bildern. Im Metropolitan Museum beeindruckte mich am meisten der Ausblick von der Terrasse: Über den hohen Bäumen des Central Park stehend, erheben sich hinter dieser grünen Fülle die Hochhäuser Manhattens.

Dann ging ich spazieren. Eine Stadt zu Fuß zu erobern tue ich am Liebsten, und weil ich das stundenlang machen kann, bin ich da auch gerne alleine. Die Atmosphäre in der Einkaufsstraße 5th Avenue, die eleganten Leute beim Schoppen, jene, die in schwarzen Anzügen von der Arbeit kommen, viele Ausländer aller Kontinente. Ein buntes Gemisch, wie es nur New York City bieten kann. In der St. Patrick’s Cathedral kurzes, aber inniges Gebet, Kerze beim hl. Bernhard für mich und unseren nächsten Novizen angezündet. Dann durch die Straßenschluchten zum Times Square. Das letzte Mal war ich in New York als Student, nun sah ich diese Straßen mit anderen Augen. Die eigene Entwicklung erkennt man oft gut beim Wiedersehen früher bereits besuchter Orte. Am Broadway gab es ein großes Schild ermäßigter Karten von Aufführungen, die innerhalb einer Stunde stattfanden.

Es war 19:15, um 20:00 begannen die meisten Stücke. Sollte ich doch noch in die Vorstellung The Phantom of the Opera gehen? Mein Freund James hatte es mir vor Wochen schon vorgeschlagen, ich entschied mich dann aber für Beethoven und Steinbeck, weil ich Musicals eigentlich nicht so mag. Ein Fehler, wie mir einige in Österreich noch sagten, auch Pater Benno, der meinte, das könne man sich am Broadway nicht entgehen lassen. Deshalb zögerte ich nicht lange: Restkarten? – Zuschlagen! Und schon saß ich um 89 Dollar mit 40% Ermäßigung in der ersten Reihe am Rand vor dem Orchester in Erwartung der Vorstellung. Neben mir ein junger Mann aus Long Island. Er schaute mich verstört an, als ich ihn fragte, um was es in dieser Aufführung eigentlich gehe. Bis zur Ouvertüre schwärmte er mir vor, um dann während der ganzen Vorstellung mitzuwippen, ja teilweise mitzusummen. Er muss schon öfters da gewesen sein.

Ich war dann doch recht angetan, auch wenn es mir doch reichlich sentimental vorkam. Obwohl ich als Oldie umgeben war von 15 bis 25-Jährigen, die am Schluss gänzlich ausrasteten. Insgesamt aber doch eine wunderbare Sache, gute Musik, tolle Stimmen, großartige Inszenierung. Ich war froh, dass ich kurz entschlossen doch noch ins Phantom der Oper gegangen bin. Nach einem Nachtspaziergang durch New Yorks Straßen erkundigte ich mich mittels Programmheft und Youtube über das Stück und seine Aufführung am Broadway. Um zu merken, dass ich da eine Weltaufführung mit Sierra Bougess als Christine und Norm Lewis als Phantom gesehen habe:

Und während ich diese Zeilen und anderes schreibe, höre ich die packende Musik:

Bin ich auf meinen alten Tage doch noch zum Musical-Fan geworden?

 

Ein anderes Konzerterlebnis (20.06.2014)

Mein Freund aus Studienzeiten, Father James Massa, hatte mich schon vor Wochen gefragt, welche kulturellen Höhepunkte ich wünschen würde. NYC hat ja wirklich viel zu bieten. Für die zwei Abende wählte ich aus seinen Vorschlägen einen Beethoven-Klavierkonzert-Abend und einen Theaterabend. Fast wäre ich zum Lincoln Center zu spät gekommen, denn ich hatte mich im Central Park etwas verirrt. Doch dann fand ich nach einigem Nachfragen (die New Yorker haben es wohl schon satt, den Touristen ständig etwas zu erklären) die Konzerthalle gegenüber der Metropolitan Opera (die leider schon Sommerpause hat).

Die Beethoven-Klavier-Konzerten 1 und 3. waren die richtig Wahl gewesen: das New York Philharmonic Orchester mit seinem Chefdirigenten Alan Gilbert spielte locker und doch präzise, der russisch-israelisch-amerikanischen Pianist Yefim Bronfman, der als Artist in Residence dieses Jahr in New York ist, glänzte. Und es kam zu einer Uraufführung des Stücks „Lyra“ von Anthony Cheung (*1982), das ein Auftragswerk für das New York Philharmonic Orchesters war. Ich hatte schon einige Mal eine Uraufführung erlebt, bei der dann der Komponist zum Applaus auf die Bühne kam. Anders hier, echt amerikanisch: Der Dirigent Gilbert interviewte lakonisch den jungen asiatisch-amerikanischen Komponisten auf der Bühne, und so wurde das schwierige, wenig ansprechende Werk moderner Musik ein wenig zugänglicher.

An diesem Abend erlebte ich live das aktive Musikschaffen eines der führenden Orchester der Welt in ihrer Konzerthalle, die umgeben ist von Wolkenkratzern. Etwas störte mich die lockere Bekleidung der New Yorker, auch dass sie Taschen einfach in den Konzertsaal mitnehmen und sich überhaupt ein wenig ungezogen benehmen. Entschädigung dieses Schönheitsfehlers bei der Heimfahrt im Auto von Fr. James: Über die Stadtautobahn hinweg bot sich ein filmähnliches Bild der Skyline von New York.

Chinesische Verklärung (19.06.2014)

Ich bin mit der U-Bahn (die in ganz New York rund um die Uhr fährt) ins Zentrum von Manhatten gefahren. „Little Italy“ wird hier ein Stadtteil genannt, aber eigentlich haben schon die Asiaten die Hoheit dieser Straßen übernommen. Erst recht in Chinatown trifft man fast nur auf Menschen mit asiatischem Familienhintergrund, die Aufschriften der Geschäfte sind fast zur Gänze auf Chinesisch. Als ich so an den Obstläden und Fleischhauereien vorbei ging, sah ich plötzlich in der Mott Street nach einer chinesischen Buchstabenreihe in unserer Schrift „Transfiguration Parish“. Da musste ich hineingehen – endlich eine Verklärungskirche, in der unser Pater Altman noch nicht vor mir war.

Das Thema unseres Hochaltares in Kremsmünster ist in diesem Gotteshaus ganz anders, aber doch deutlich erkennbar dargestellt. Und die ganze Kirche war geprägt von der chinesischen Kultur. Ich setzte mich in eine der Bankreihen, um zu beten. Plötzlich kam eine Schar chinesischer Kinder herein. Ich hatte vor dem Besuch der Kirche gesehen, dass daran angrenzend eine katholische Schule ist. Offensichtlich kamen die Kinder von dort, gemeinsam mit ihrer europäisch anmutenden Lehrerin. Diese ältere Dame forderte die etwa fünfjährigen Chinesen auf, still zu sein. Sie deutete auf mich und erklärte: „People are praying here, we do not want to disturb them.“

Dann ging sie mit den Kindern nach hinten zum Taufbecken. Was folgte, war eine kleine Taufkatechese, die mich beeindruckte. Die Frau erklärte: „Hierher kommen Eltern mit ihren Kindern, wenn sie wollen, dass diese in die Familie Gottes aufgenommen werden. Der Priester übergießt die Babys mit Wasser und wäscht damit das Böse von ihnen ab. Wer von euch ist schon getauft?“ Und die Lehrerin nannte einige Namen. Ich glaube, einige dieser süßen chinesischen Kinder hatten eifrig aufgezeigt, aber das konnte ich nur vermuten, denn ich wollte nicht den Zuschauer spielen und war deshalb einfach in der Kirchenbank mit Blick auf die Verklärung sitzen geblieben.

Die Lehrerin fuhr fort: „Wenn Ihr anderen groß seid und mit Jesus leben und auch zur Familie Gottes gehören wollen, dann könnt auch Ihr Euch taufen lassen.“ Und die Gruppe ging noch zu einigen Statuen, die ebenso kindgemäß erklärt wurden. Beeindruckt von dieser einfachen Erklärung kam ich mit der Lehrerin ins Gespräch, nachdem eine jüngere Lehrerin gekommen war und die Kinder wieder beim Seitenausgang Richtung Schule hinausgeführt hatte. Die amerikanische Lehrerin sagte mir, das sei eine Gruppe des Pfarrkindergartens. Von den 27 chinesischen Kindern seien fünf katholisch, die anderen nicht getauft. Aber ihre Eltern würden diesen Kindergarten und die katholische Schule schätzen.

Ich setzte mich wieder vor das Verklärungsbild und ließ auf mich wirken, was ich eben erlebt hatte: Interessierte, staunende chinesische Kinder in einer katholischen Kirche – und die Lehrerin, die liebevoll die Taufe erklärte und ohne Druck, aber doch mit einer einladenden Geste diese Saat in die Herzen der noch ungetauften Kinder legte: „Wenn auch Ihr einmal zu Christus und zur Familie Gottes gehören wollt, dann könnt Ihr hierher kommen, und Ihr werdet getauft.“ Wie schön, das Christentum so ansprechend und leise ins Spiel gebracht zu bekommen – mitten in Manhatten.

The Legacy of the Twin Towers (18.06.2014)

Als ich das letzte Mal in New York war, standen sie noch. Ich konnte sie aus meinem Auto sehen, wenn ich von der Duke University zur Yale University fuhr, Prof. Avery Dulles SJ in den Bronx besuchte oder mit der Künstlerin und praktizierenden Katholikin Silvia Espinosa über die Brooklyn Bridge ging. Das war in den 1990 Jahren. Seit meinem Klostereintritt war ich nicht mehr im Big Apple gewesen. Nun kehrte ich als Benediktiner zurück – und merkte sofort, es ist etwas anders.

So ging ich gleich am ersten Tag an die Spitze Manhattens. Da standen sie einst; noch immer wird das Areal umgebaut. Der nach 2001 entstandene Freedom Tower ist eindrucksvoll, ebenso die beiden riesigen Wasserbecken an der Stelle der Zwillingstürme: Wie in eine Schlucht fällt von allen vier Seiten der beiden Quadrate Wasser in die Tiefe, um in der Mitte durch ein riesiges Loch in die Erde zu strömen – man sieht nicht, wohin. Ein kraftvoller Ausdruck des Versinkens der beiden riesigen Gebäude.

Daneben ist ein Museum eingerichtet, das über die Twin Towers Auskunft gibt und die Tragödie genau beleuchtet. Ich war erstaunt, wie viele Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter ums Leben kamen. Sie waren in die brennenden Gebäude gestürmt, um Überlebende in Sicherheit zu bringen und dann selbst unter den überraschend einstürzenden Hochhäusern begraben zu werden. Die Stimmung im Memorial Museum war fast wie bei einem Begräbnis.

Ja, die Begräbnisse der 3.000 Toten waren für die ganze Region einschneidend. In der Pfarre in Brooklyn, wo ich die ersten drei Tage war, wurden nach der Tragödie innerhalb kurzer Zeit 17 Tote gemeldet, die dann in wenigen Tagen zu begraben waren. Es traf zu zwei Drittel Katholiken, sind doch gerade die Einsatzkräfte traditionell katholischer Herkunft. Aber bei dieser Tragödie ging es nicht um Konfessionen oder Religionen, um Hautfarbe oder beruflichen Status: Die geschockten Leute erlebten und erleben sich als eine Menschheit, die angesichts eines solchen Anschlags zusammenrückt. Das kommt schön zum Ausdruck in einem Ausspruch eines überlebenden Feuerwehrmannes, der an einer Mauer des Museums geschrieben steht: „We came in as individuals. And we walked out together.“

Nur zwei Straßen weiter steht die Kirche der Episcopal Church. In dieser St. Paul’s Chapel haben die Überlebenden Zuflucht genommen, sich Hilfskräfte ausgeruht, Betende eingefunden. Eine Welle der Hilfsbereitschaft überschattete das ganze Viertel, unzählige Freiwillige meldeten sich zum tagelangen Einsatz, um koordiniert von den Behörden nach Überlebenden zu buddeln. Bis zum Umfallen arbeiteten sie Tag und Nacht. Das zeigt die Ausstellung in dieser Kirche eindrucksvoll. Acht weitere Monate stellten Freiwillige in diesem Gotteshaus ihre Dienste als Köche, Gebetshelfer, Masseure jenen Personen zur Verfügung, die in den schwierigen Aufräumarbeiten noch so manchen Toten zu bergen hatten.

In St. Paul’s Chapel findet zu Mittag täglich ein Friedensgebet statt, zu dem ich zufällig kam. Zum Abschluss hieß es:

O God, who created all peoples in your image, we thank you for the wonderful diversity of races and cultures in this world. Enrich our lives by ever-widening circles of fellowship, and show us your presence in those who differ most from us, until our knowledge of your love is made perect in our love for all your children; and give us the heart of Jesus. Amen.

Kremsmünster in New York (17.06.2014)

photo mit Alex FeinTreffpunkt 13:30 an der Kreuzung Broadway & Wall Street. „Das wirst auch Du als Geographie-Lehrer finden“, hatte Alexander Fein aus Bad Hall frech geschrieben. Er studiert gerade in New York. Fünf Jahre hatte ich ihn in Religion und Geographie, 2008 maturierte er bei mir in Geo. Wir hatten auch genau New York City durchgenommen – niemand hätte gedacht, wir würden uns sieben Jahre später hier treffen. Während Stock Broker hektisch neben uns diskutierten, erzählte mir Alex bei Salat und Cola von seinen Studienerfahrungen. Ich hatte im Unterricht von meinen erzählt und die Schüler ermutigt, ins Ausland zu gehen. Nun höre ich, wie es einem von ihnen im Ausland geht. Wichtige Erfahrungen, die ich jeder und jedem wünsche!

Wir fuhren mit der kostenlosen Fähre nach Staten Island, vorbei an der Freiheitsstatue. Er wollte wissen, wie es uns in Kremsmünster gehe und wen ich gerade unterrichte. Wir schrieben eine Karte an P. Benno und P. Robert, die er in seiner Schulzeit hatte. Die würden sich als pensionierte Lehrer sicher freuen. Ich merkte, wie ihn unsere Klosterschule prägte und ihm die Klassenkollegen über weite Distanzen und verschiedene Studienrichtungen hinweg viel bedeuten. Und wie er sich an viele Details aus der Schulzeit erinnert.

Nach Stunden des Austauschs trennten wir uns wieder im Financial District. Nachdem wir uns umarmt und ich ihn gesegnet hatte, entschwand Alex in seinen studentischen Alltag. Und ich schaute entlang der mich umgebenden Hochhäuser nach oben, erspähte ein Stück Himmel und dankte Gott, was er mir und den Menschen schenkt, die ich ein Stück ihres Weges begleiten darf.

Priester brauchen Gemeinschaft (16.06.2014)

Ich bin für 10 Tage in New York, wo ich auf Einladung amerikanischer Benediktiner Vorträge halte. Ein Freund aus meiner US-Studienzeit hat mich vom Flughafen abgeholt und in dem Pfarrhaus (Rectory) untergebracht, wo er mit acht anderen Priestern lebt. Der Pfarrer erzählte mir beim Abendessen, wie wichtig er es findet, dass andere Priester, die Theologen sind oder im nahe gelegenen Diözesanzentrum leben, hier ein zuhause haben. Zwei pensionierte Priester nickten zustimmend; sie sind für den Pfarrer eine große Hilfe und bringen Beständigkeit in die Hausgemeinschaft.

So kam ich am nächsten Tag von einem Nachmittag in Manhatten am Abend zurück und fand zwei Priester im Esszimmer beisammen sitzen, dann kam auch noch mein Freund dazu, der einen Abendtermin hatte. Jeder erzählte, was er gemacht hatte.

WC9Z2223WC9Z2223_1Priester sollen in Gemeinschaft leben – auch Weltpriester. Das ginge selbst bei uns am Land. Das Pfarrhaus soll leben, mit einer Köchin und mehreren Bewohnern. Lieber nur in größeren Orten Priester haben, als in praktisch jedem Kaff einen alleine. Was mich überraschte: Die Diözese Brooklyn & Queens zählt 1,3 Mio. Katholiken, 200 Pfarren, 300 aktive Diözesanpriester und 150 Diakone. Die heurigen 12 Priesterweihen für den Diözesanklerus liegen im jährlichen Durchschnitt, da die Diözese über 60 Seminaristen hat. Sie werden alle in Priestergemeinschaften leben. Der Zölibat ist hier kaum in Diskussion, weder bei den Leuten noch bei den Priestern, zu sehr würde sich dann das Selbstverständnis des Priesters ändern, höre ich hier; außerdem fordere gerade das Priesterbild von Papst Franziskus die absolute Verfügbarkeit der Diener der Kirche. Diese Ortskirche erlebe ich hier erstaunlich lebendig!

Sich segnen lassen (12.06.2014)

Mutter P. AloisDie Mutter unseres Pater Alois ist gestorben, nach 92 erfüllten Lebensjahren. Da ist es bei uns üblich, dass die Mitbrüder nach Möglichkeit zum Begräbnis kommen. Ein schöner Ausdruck der mitbrüderlichen Verbundenheit. So fuhren wir in mehreren Autos von Kremsmünster eineinhalb Stunden hinauf nach Liebenau im Mühlviertel, fast 1000m hoch gelegen. Die Tote lag im Sarg; durch ein Fenster über ihrem Gesicht konnte man sich noch einmal sehen. Ich hatte sie zu Lebzeiten nie persönlich kennengelernt. Aber durch dieses Begräbnis erfuhr ich viel von dieser bemerkenswerten Frau, die im Krieg viel erdulden musste und dann unter kärglichen Verhältnissen im tiefen Glauben an Gott eine Familie begründete und weiterhin beseelen wird. „Die verstorbene schenkte der Kirche zwei geistliche Berufungen, für die sie so gebetet hatte“, sagte der alte Pfarrer von Liebenau. Von fünf Kindern wurde eine Tochter Ordensschwester und ein Sohn Benediktiner.

csm_Alois_700e4ac354P. Alois erzählte in der Predigt in großer Ehrfurcht von seiner Mutter. Besonders berührte mich, wie er von der letzten Begegnung mit dieser tieffrommen Frau berichtete: „Wie immer wollte sie mich zum Abschied segnen. Diesmal kniete ich mich vor ihr nieder. Als hätte ich gespürt, dass es unser letztes Mal sein würde.“

Ein schönes Bild: Der Sohn und Priester kniet vor seiner Mutter, um das letzte Mal ihren Segen zu empfangen. Lassen wir uns von unseren Eltern, von frommen Menschen segnen! Welche Kraft kann davon ausgehen. Ja, bittet gerade als junge Leute um das Gebet und den Segen von Menschen, die in ihrem Leben treu mit Gott gegangen sind!

Hört auf die Theologie!

DSCN1728Heute habe ich bei meiner Morgenlektüre eine bemerkenswerte Passage von der spanischen Karmelitin und katholischen Reformerin Theresa von Avila († 1582) gelesen: „Meine Töchter, holt euch immer Auskunft bei den Theologen. … Jeder Christ soll sich nach Möglichkeit darum bemühen, sich mit tüchtigen Gelehrten zu besprechen, und je mehr Wissenschaft diese besitzen, umso besser. Diejenigen, die den Weg des Gebets gehen, bedürfen dessen am meisten und je weiter sie im Geistlichen gelangen, umso notwendiger ist dies.“ (Leben 13,17)

DSCN1743Theresa von Avila suchte das Gespräch mit Theologen, um ihre Erfahrungen und Gedanken mit ihnen zu konfrontieren. Darin kann die Heilige uns Vorbild sein. Die Theologie versucht, das Mysterium des Glaubens mit der Vernunft zu erfassen. Es muss das Erbe von Papst Benedikt XVI. bleiben, dass Glaube und Vernunft kein Gegensatz sind, sondern sich gegenseitig befruchten und erheben. Deshalb heute mein Impuls: Lest theologische Artikel und Bücher, hört auf die Theologen! Ihr werdet im geistlichen Leben davon viel profitieren.

Das erlebe ich in diesem Studienjahr selbst besonders intensiv: Die Seminarsitzungen mit Linzer Theologie-Studierenden brachten mich auf viele neue Gedanken. Es ging um nordamerikanische Theologie: meine bisherigen Ansichten konnte durch den Blick meiner Studenten schärfen, auch hinterfragen. Dieses Semester bin ich mit Salzburger Theologiestudenten in Kontakt, die das, was ich ihnen zur benediktinischen Spiritualität vorlege und zu lesen empfehle, auf ihre Weise aufnehmen und in frischer Weise reflektieren, sodass ich von ihnen mindestens so viel lerne wie sie von mir.

DSCN1742Die Wissenschaft von Gott ist äußerst spannend, und heute sollte jede(r) junge Gläubige einmal erwägen, auch Theologie zu studieren. Auf jeden Fall wichtige Werke dieser Disziplin über die Spanne des Lebens lesen! So möchte ich in den nächsten Monaten eine Liste empfehlenswerter religiöser und theologischer Literatur auf der Homepage von Treffpunkt Benedikt veröffentlichen.

2 Antworten zu “Impulse Juni 2014

  1. Ja immer wieder aufmachen, den Jesus ist der Weg und die Wahrheit ist er allein, seine Gnadengaben uns schenken lassen und somit anderen weiterschenken dürfen. Schalom für immer im Herzen und in unserer unsterblichen Seele, oder was brauchen wir am meisten?

  2. Zum Thems „Sich segnen lassen“: Dieser Bericht hat mich sehr berührt, da ich P. Alois seit meiner Kindeheit her kenne. Ich möchte alle motivieren, viele Menshcen zu segnen. Dazu sind wir alle, die getauft sind, berufen. Hier sehe ich auch meine Berufung. Neulich war ich ebenfalls bei einer Beerdigung. Es war mir ein dringedes Bedürfnis eine liebe Bekannte zu segnen, die lange Zeit ihre Tante geplegt hatte. Sie ist für mich eine lebendige Heilige. Klingt vielleicht etwas übertreiben, aber sie hat großartiges geleistet, sie hat grenzenlos geliebt. Dafür musste ich sie segnen. „Sonto subito“ sagte ich ganz leiste am Friedhof. Es ist ein schönes Gefühl. Danke für diesen Impuls. Dem Treffpunkt-Team alles Gute und weiterhin eine schöne Zeit in dieser Gemeinschaft.

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