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Von der Ablenkung zur Konzentration

IMG_0339Ich sitze vor dem Allerheiligsten im Oratorium des Klosters. Eine halbe Stunde von 6:30 bis 7:00 habe ich mir mit fr. Philipp vorgenommen. Wenn wir das persönliche Gebet nicht in der Früh machen, gerät es wohl im Laufe des Tagesgeschäfts unter die Räder.

Nur die beiden Kerzen erhellen die weiße Hostie. Draußen ist es noch ganz dunkel; die Nächte sind jetzt am Längsten. Von Christus kommt das Licht – das wollen wir in unserer Anbetung ausdrücken. Doch meine Gedanken kreisen nur um mich. Fünf, zehn Minuten.

Da reiße ich mich selbst heraus und blicke auf Christus vor mir. Still ist er da, geduldig mit meinen Ablenkungen. Ich versinke wieder in meinen eigenen Gedanken. Wie schwer fällt es mir, mich auf Gott auszurichten, Ihm die volle Aufmerksamkeit zu schenken! Er bleibt da und wartet auf mich. Eigentlich sollte ja ich auf ihn warten. Doch die Geduld braucht zuerst einmal er mit mir.

Nach 25 Minuten hole ich mich wieder aus meiner gedankenversunkenen Welt. Bald kommt der Abschluss. Die letzten Minuten kann ich mich etwas konzentrieren. Ich bringe Gott meine Schwachheit dar und bitte ihn, mit mir durch den Tag zu gehen.

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